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Lkw-Fahrermangel in Europa

Lkw-Fahrer Mangel in Europa

Der Mangel an Lkw-Fahrern in Europa wird zu einer immer größeren Herausforderung, nicht nur für die Spediteure, sondern für die gesamte Logistikbranche. Seit Beginn der Pandemie ist ein starker Anstieg der Personalnachfrage zu verzeichnen und mit den diesjährigen Neuerungen des EU-Mobilitätspakets könnte sich der Engpass weiter verschärfen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über den Mangel an Lkw-Fahrern und DHL Freight.

Lkw-Fahrer sind in Europa zu einer seltenen, aber gesuchten Spezies geworden, was in der Transportbranche zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann. Viele Spediteure haben Probleme, ausreichend Fahrer zu finden, während ihre Kunden mit einer steigenden Zahl von Aufträgen vor der Tür stehen. Das übt einen immensen Druck auf alle Beteiligten aus. Die Erholung der Güternachfrage in Europa von der aktuellen Pandemie erfordert auf der Angebotsseite große Anstrengungen. Das System steht unter Hochdruck, die Kapazitäten sind knapp, die Unternehmen geraten in Verzug und die Geschäftswelt verlangsamt sich. Alles zusammen löst einen Dominoeffekt aus, durch den die Wirkmacht des Fahrermangels in ihrer vollen Dimension deutlich wird.

Zu wenig Lkw-Fahrer: Junge Arbeitskräfte fehlen

Datenerhebungen von Branchenverbänden verdeutlichen, dass der Mangel an Lastwagenfahrern ein gesamteuropäisches Phänomen ist: Insgesamt fehlen in der EU rund 400.000 Fahrer. Und die Situation droht sich wegen des altersbedingten Ausfalls vieler Arbeitskräfte zukünftig noch zu verschlimmern (der Altersdurchschnitt der Lkw-Fahrer liegt bei über 50 Jahren) – auch weil es sich gleichzeitig als äußerst schwierig darstellt, junge Leute für den Job zu gewinnen. Als Hauptgründe hierfür werden schlechte Bezahlung, ein schlechtes Image des Jobs unter Berufseinsteigern und ungünstige Arbeitsbedingungen ausgemacht.

Lkw-Fahrermangel in Deutschland

Die Bundesrepublik stellt in diesem europaweiten Trend keine Ausnahme dar. Auch hier gehen jedes Jahr erheblich mehr Fahrer in den Ruhestand als jüngere nachrücken: Rund 30.000 Berufskraftfahrer scheiden aus und nur 17.000 Berufseinsteiger folgen nach. So beläuft sich bereits jetzt die Zahl der fehlenden Lkw-Fahrer in Deutschland auf bis zu 80.000. Der Fahrermangel lässt sich aktuell aufgrund der Parallelentwicklung in Europa auch nicht mehr durch Kraftfahrer aus anderen EU-Staaten kompensieren.

Viele befürchten, dass die Krise sich durch die schärferen EU-Bestimmungen für den gewerblichen Straßengüterverkehr im Rahmen des sogenannten Mobilitätspakets, das im Februar 2022 in Kraft tritt, ausweiten wird. Die neuen Verordnungen sehen vor, dass Lkw-Fahrer Anspruch auf den vollen jeweiligen Mindestlohn des Mitgliedstaates haben, den sie durchfahren und Anspruch auf Mindestruhezeiten haben. Die Lkw selbst müssen alle acht Wochen an ihren Zulassungsstandort zurückkehren.

Einerseits dürfte das Mobilitätspaket das Geschäft der Spediteure verkomplizieren, da die Gehälter vom jeweiligen Land abhängen, in dem ihre Fahrer arbeiten und weil sie möglicherweise zusätzliche Lkw einsetzen müssen, wenn diese alle acht Wochen an ihren Heimatstandort zurückkehren müssen. Andererseits haben die neuen Vorschriften das Potenzial, das Image der Branche zu verbessern und die Personalbeschaffung zu erleichtern.

Der Beruf des Kraftfahrers ist ohnehin besser als sein Ruf und bietet den Nachwuchstalenten viele Vorteile: gute Übernahmechancen, eine praxisnahe Ausbildung mit Einbindung in die betrieblichen Abläufe, Top-Trainee-Programme mit individueller Förderung und zudem die Aussicht auf steigende Gehältern aufgrund des Fahrermangels. Außerdem können Berufskraftfahrer ihren Fahralltag in hohem Maße selbst bestimmen. Etwa Hörbücher oder Podcasts hören, per Freisprechanlage telefonieren oder sich mit ihren Kollegen an Raststätten treffen – die Gemeinschaft der Berufsfahrer ist eine große Familie, die zusammen die Straßen erobert.

Vorteile Lkw-Fahrer

Transportunternehmen suchen sich ihre Kunden aus

Es ist schon seit geraumer Zeit eine echte Herausforderung, einen Spediteur zu finden – das gilt heute mehr denn je. Der Markt hat sich komplett verändert und sich vom Nachfrage- in einen Anbietermarkt verwandelt. Heute sind es die Speditionen, die mangels Fahrer die Entscheidung treffen müssen, mit wem sie zusammenarbeiten.

Ein gutes Beispiel für die Situation liefert einer unserer derzeitigen Speditionspartner: Im Jahr 2020 hatte er 40 Lkw im Einsatz, von denen derzeit nur mehr 30 auf den Straßen unterwegs sind, weil schlicht die Fahrer fehlen. Die Kombination aus hohem Frachtaufkommen und Fahrermangel verschafft dieser Entwicklung zunehmende Brisanz – umso wichtiger ist es, für dieses Konfliktfeld eine Lösung zu finden.

DHL Freight: Ein starker Partner in Zeiten des Fahrermangels

DHL Freight stellt sich der aktuellen Marktentwicklung und ihren Herausforderungen, indem wir für unsere Wunschspediteure immer attraktiver werden. Wir bieten ihnen ein besseres Paket an als je zuvor. Es umfasst unter anderem wirtschaftliche Vorteile und Vergünstigungen. Das macht DHL Freight zu einem Partner, der näher bei den Spediteuren ist. Außerdem bieten wir schnelle Vergütung, Dieselrabatte, Leasingangebote und dergleichen mehr. Für diese Strategie der wertschätzenden Kooperation mit unseren Spediteuren steht DHL Freight mit ganzem Herzen ein: für die Logistik der Zukunft.

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