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Neue Mautgebühr für Lkw macht Situation in Russland schwierig

Im November 2015 führte Russland das neue Mautsystem Platon Electronic Toll Collection (ETC) für Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 12 Tonnen ein (EG-Fahrzeugklasse N3). Die Einnahmen – schätzungsweise 50 Milliarden Rubel (716 Millionen Euro) im Jahr – fließen in die Reparatur der Schäden, die von den LKW an den föderalen Straßen in Russland verursacht werden.

Laut der russischen Straßenbaubehörde Rosavtodor werden bis 58 % der Straßenschäden an größeren Schnellstraßen und kleineren Straßennetzen von LKWs mit einem Gewicht über 12 Tonnen verursacht. Das jährliche Frachtaufkommen in Russland beträgt 5 Milliarden Tonnen und die Straßenschäden werden auf 180 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro) im Jahr geschätzt. Die Planungen sehen vor, auf den 51.000 km langen föderalen Schnellstraßen ca. 480 spezielle Signalbrücken und 100 mobile Patrouillen einzusetzen, um die Zahlung und die Routen zu steuern.

Anhand der Jahreskilometerleistung auf den föderalen Autobahnen wurde die Mauthöhe auf 3,73 Rubel (0,05 Euro) pro Kilometer kalkuliert. Die ETC muss im Vorfeld durch Kauf eines Maut-Tickets entweder über eine mobile Applikation oder an einer Mautstelle bezahlt werden. Bei Fahrzeugen, die mit On-Board-Units (OBU) ausgestattet sind (2 Millionen Units sollen kostenfrei an Fahrer verteilt werden) wird die ETC-Gebühr automatisch berechnet. LKW-Besitzer können ihre Konten entweder online oder an einer Mautstelle oder einem Toll Collect-Automaten aufladen. LKW mit OBU werden über die GLONASS/GPS-Software verfolgt, die die Positionsdaten des Fahrzeugs erfasst, aktualisiert und über das Mobilfunknetz an ein Datenverarbeitungszentrum weiterleitet.

Da die Lage in Russland sich derzeit schnell verändert und immer wieder Anpassungen gemacht werden müssen, wenden Sie sich bei detaillierten Fragen zum Thema bitte an Ihren Ansprechpartner in der nächsten Niederlassung von DHL Freight.

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