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Alle Fäden in einer Hand

Die Auslagerung der Logistik zählt zu den Kernstrategien von Syngenta. Das führende Unternehmen der Agrarchemie mit Sitz in Basel setzt auf Fourth-Party-Logistics-Provider (4PL). Eine Aufgabe für DHL.

Nur vier Monate dauerte es bis zum Rollout. Dann stand der erste Teil der neuen Syngenta 4PL-Infrastruktur für Europa und Russland. Der Echtstart fand im Oktober 2015 statt, nachdem DHL erst Mitte Mai den Zuschlag als neuer europäischer 4PL-Provider erhalten hatte. Der Grund für die Eile: Für Syngenta war es wichtig, dass die Komplettlösung bereits vor der landwirtschaftlichen Hauptsaison implementiert ist.

„Durch unsere Logistik-Strategie können wir das Logistik-Knowhow unserer Partner weiter hebeln. Durch die Partnerschaft mit DHL profitieren beide Unternehmen,“ sagt Marion Matthewman, Head of Syngenta Global Logistics.

„Syngenta hatte eine klare Vision von dem, was es zu erreichen galt: die Auslagerung der Logistik, der sich als differenzierender Faktor auf dem wettbewerbsintensiven Markt etablieren soll“, erklärt Thomas Weins, Geschäftsführer der Agheera GmbH und Head of LLP DHL Freight. „Wir haben eine Komplettlösung entwickelt, die sämtliche Kundenanforderungen wie Logistikeinkauf, Überwachung, Analyse und Transportplanung abdeckt.“

Als 4PL-Logistikanbieter von Syngenta übernimmt DHL Freight die Steuerung der Transportleistungen – von der Spezifikation der Transportanforderungen, über Ausschreibung und Vertragsabschluss bis hin zur Einbindung neuer Logistikpartner. Außerdem überwacht DHL laufend den Betrieb und die Sendungsströme und setzt Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung um.

Das 4PL-Konzept von DHL ruht auf vier Säulen:

  1. Beschaffung von Transportkapazitäten: Hierzu gehört die Definition der Anforderungen für die Spediteure ebenso wie Ausschreibungen und Vertragsfragen sowie die Einweisung neuer Partner.
  2. Logistik Planung & Steuerung: Diese Säule umfasst Planung, Steuerung und Tracking der Transporte, Beseitigung von Problemsituationen sowie die Bearbeitung und Prüfung der Rechnungen der Spediteure.
  3. Monitoring: Die Überwachung der laufenden Transporte ist Voraussetzung, um von einem reaktiven zu einem proaktiven Transportmanagement-Prozess zu gelangen. Eine Integration zwischen der DHL IT-Plattform und der Syngenta Middleware ist das Rückgrat des Echtzeit Informationsaustausches.
  4. Analyse: Aktuelle Analyse- Optimierungstools erlauben es, Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. So kann DHL zusammen mit Syngenta und deren Frachführern neue Optimierungsprojekte gezielter konzipieren.

Diese komplexe und weitreichende 4PL-Lösung schultert ein Kernteam von der Tschechischen Republik aus, ergänzt von DHL-Experten auf dem ganzen Kontinent. Sie wird bis zum Jahr 2018 in mehreren Phasen umgesetzt. Nach Abschluss der ersten Projektphase arbeitet DHL Freight nun an der zweiten Phase. „Durch gezielte Zusammenarbeit zwischen Syngenta und DHL wurden bereits signifikante Verbesserungen in Service und Kosten erreicht“, sagt Paul Lidbetter, Leiter der Europäischen Logistik der Syngenta.

DHL übernimmt während der Zusammenarbeit das Management der Warenströme des Kunden, die pro Jahr über 150.000 Sendungen ausmachen.

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