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Königin zum Anfassen

Das größte Instrument in der neuen Hamburger Elbphilharmonie kann keiner alleine transportieren. Deshalb fährt DHL vor dem kulturellen Leuchtturmprojekt vor.

Lange haben nicht nur die Hamburger warten müssen. Musikfreunde aus der ganzen Welt fiebern dem Termin entgegen. Am 11. Januar 2017 soll es nun so weit sein: Das erste Konzert in der Elbphilharmonie. Im Frühjahr startet der Kartenvorverkauf. Und das mit Abstand größte Instrument – die Orgel – ist bereits auf dem Weg nach Hamburg, Stück für Stück, in vielen Tausend Einzelteilen. Gebaut wurde sie vom Bonner Orgelbauer Klais. Außergewöhnliche Klangwunder haben die Manufaktur weltbekannt gemacht.

[Foto: DHL]
[Foto: DHL]

Für die Königin der Instrumente gibt es natürlich einen Transport erster Klasse vom Rhein an die Elbe. Der Chauffeur ist DHL Trade Fairs & Events (TFE). Besonders erfahrene Fahrer bringen die empfindlichen Einzelteile erschütterungsfrei nach Hamburg. Für die insgesamt 25 Tonnen schwere Orgel mit 4.812 Pfeifen – die längste ist 10 Meter lang, die kleinste 1 Zentimeter – sind mehrere Touren nötig. Die ersten Instrumententeile fanden schon vor einem Jahr ihren Platz unter der Decke des Konzertsaals. Zurzeit liefert DHL Bauteile wie die Windlade und die Holzpfeifen an, die Klais-Mitarbeiter nach und nach einbauen. Den Abschluss im Juni 2016 bilden dann die empfindlichen Orgelpfeifen aus Metall. „Wir Be- und Entladen von Hand. Durch diese Arbeitsweise brauchen wir etwa fünf bis sechs Stunden für ein Frachtvolumen, das wir normalerweise in einer halben Stunde verladen“, erläutert Gregor Klammer von DHL TFE. Auch beim Festzurren der empfindlichen Fracht im Laderaum ist Feinarbeit gefragt. Die DHL-Experten für Veranstaltungslogistik müssen viele Einzelteile einzeln fixieren und zusätzlich gegen Stöße schützen.

Fest steht: „berührende“ Erfahrungen mit der neuen Orgel bleiben kein exklusives Erlebnis der Mitarbeiter von DHL TFE. Denn die Orgel der Elbphilharmonie ist so ungewöhnlich wie der ganze Bau. Die Pfeifen im Großen Konzertsaal hängen nicht in der Höhe, sondern sind zwischen den Rängen und Sitzreihen auf drei Ebenen angeordnet. An manchen Stellen können Konzertbesucher dann einen Blick zwischen den Orgelpfeifen hindurch auf das hölzerne Innere werfen. Und sie können die Oberfläche des Instrumentes berühren – eine Königin zum Anfassen für alle Musikfreunde.

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