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Belgien langt zu

Neues System, neue Berechnung, neuer Geltungsbereich – die Maut in Belgien führt im Ergebnis zu neuen Mehrkosten für den Lkw-Verkehr.

Ab 1. April 2016 gilt in Belgien das neue elektronische Mautsystem. Die Straßenbenutzungsgebühr wird für Lkw und Lieferfahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht erhoben. Geltungsbereich: alle Autobahnen, sonstigen Fernstraßen und Ortsumgehungen.

Das neue System ersetzt die Eurovignette, die bislang nur für Fahrzeuge ab zwölf Tonnen Pflicht war. Erwartet werden nun deutliche Mehrkosten: So ermittelte das belgische Institut für Straßentransport und Logistik (ITLB) eine Steigerung von 7,94 Prozent bei den allgemeinen Frachtkosten. Die Preise für Stückgut sollen sogar durchschnittlich um 8,02 Prozent steigen. Für Brüssel, wo alle Straßen mautpflichtig sind, ergeben die Berechnungen sogar Mehrkosten von 12,4 Prozent.

Zusätzlich verteuert sich die Straßenbenutzung durch Transaktionskosten. Denn die Maut kann nur mit Kredit- oder Tankkarten beglichen werden, wie der Königlich Belgische Verband der Transporteure und Logistikdienstleister (Febetra) feststellt. Das Mautsystem, das die T-Systems Tochter Sattelic betreibt, ist eine satellitengestützte ViaPass-Lösung mit Onboard Unit (OBU) in jedem Fahrzeug. Die Gebühren berechnet der Betreiber entfernungsabhängig unter Berücksichtigung von Fahrzeuggewicht und Schadstoffklasse. Beispielsweise entstehen für einen 40 Tonnen Lkw mit Euronorm 5 je Kilometer Kosten von 0,128 Euro auf Autobahnen und 0,213 Euro auf sonstigen mautpflichtigen Straßen in der Region Brüssel.

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