Der Wechsel von Diesel auf batterieelektrische oder biogasbetriebene Nutzfahrzeuge scheitert selten am Willen – sondern an Preisen, Spezifikationen und der Frage, wo überhaupt geladen wird. Genau hier setzt der Partner Store der DHL Group an: eine Beschaffungsplattform, über die Transportpartner Sonderkonditionen für Fahrzeuge, Kraftstoffe und Ladelösungen erhalten.

Was bietet der Partner Store?
Was im Jahr 2000 als Marktplatz für die Fuhrparkbeschaffung zur Unterstützung der DHL Service Partner in Deutschland startete, ist heute ein Instrument der Flottentransformation. Der Partner Store steht den Transportpartnern der DHL Group offen. Über die Plattform erhalten registrierte Transportunternehmen Zugang zu Konditionen, die DHL mit Herstellern und Anbietern verhandelt hat – ohne dass DHL selbst als Verkäufer oder Vertragspartner auftritt. Der Kauf, das Leasing oder die Miete laufen direkt zwischen Transportunternehmen und Anbieter.
Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Rabatten für gelbe Fahrzeuge, Mietfahrzeuge und Tankkarten. Mit der Strategie 2030 hat sich der Fokus verschoben: Diesel-Angebote laufen nach einer Übergangsphase aus, schwere Nutzfahrzeuge mit elektrischem oder (Bio-) Gasantrieb und die dazu passenden Produkte rücken in den Mittelpunkt, und das Angebot wird in enger Abstimmung mit den DHL-Geschäftseinheiten international ausgeweitet.
Der Hintergrund ist die Dekarbonisierungsstrategie der DHL Group. Sie will den Anteil alternativer Kraftstoffe und elektrischer Antriebe im Straßentransport bis 2030 auf über 30 % steigern und die logistikbezogenen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null senken. Ein erheblicher Teil der europäischen Straßenfracht wird von Transportpartnern gefahren – ohne sie ist dieses Ziel nicht erreichbar.
Hinzu kommt die Kostenseite. Der Technologiewechsel bringt erhebliche Investitionen mit sich, die sich sonst in den Frachtraten niederschlagen. Verhandelte Konditionen dämpfen diesen Effekt und machen emissionsärmere Transporte für beide Seiten kalkulierbarer.

Welche Fahrzeuge und Kraftstoffe sind verfügbar?
Das Angebot in Deutschland deckt Antriebe, Kraftstoffe und Infrastruktur ab. Es wird laufend erweitert, zuletzt Ende August 2026 um zusätzliche Partner für das öffentliche Laden.
| Bereich | Angebote |
| Vans | Batterieelektrisch, Diesel (auslaufend) |
| Lkw | Batterieelektrisch, (Bio-)CNG, (Bio-)LNG, Diesel (auslaufend) |
| Kraftstoffe | HVO 100, (Bio-)LNG |
| Laden | Ladekarten für öffentliche Ladeinfrastruktur, Laden an DHL-Standorten, Aufbau eigener Ladeinfrastruktur |
| Miete | Miet-Vans und Miet-Lkw |
Bemerkenswert ist die Kombination: Wer einen E-Lkw beschafft, findet beim Partner Store auch die Ladelösung dazu – ob an öffentlichen Ladeparks, auf DHL-Höfen oder auf dem eigenen Betriebsgelände. Diese Verknüpfung nimmt eine der größten praktischen Hürden beim Umstieg auf batterieelektrische Antriebe.

Wie erhalten Transportpartner Zugang?
Der Zugang ist an eine bestätigte Partnerschaft mit DHL gebunden. Bis zur Bestellung des vergünstigten Fahrzeugs oder der Ladekarte sind es nur fünf einfache Schritte:
- Im Partner Store registrieren und die Partnerschaft durch DHL bestätigen lassen
- Gewünschtes Produkt auswählen
- Berechtigungsschein herunterladen oder den Herstellerlink nutzen
- Exklusives Angebot des jeweiligen Partners erhalten
- Bestellung direkt beim Hersteller oder Anbieter abschließen
Wie wächst das Angebot in Europa?
Die Internationalisierung ist einer der vier strategischen Hebel des Partner Store. Seit Anfang Juli 2026 ist Polen mit Angeboten für elektrische Lkw online – der erste Markt nach Deutschland. In den Niederlanden ist der Partner Store seit dem 15. September online mit Angeboten für elektrische Lkw und Rabatten fürs öffentliche Laden.
Weitere europäische Märkte werden derzeit geprüft. Die Ausweitung erfolgt jeweils in Abstimmung mit den lokalen DHL-Einheiten, damit Angebote, Anbieterlandschaft und Ladeinfrastruktur zum jeweiligen Markt passen.
Zugang schaffen statt Ansprüche formulieren
Die Dekarbonisierung der Straßenfracht wird nicht daran entschieden, wer sich die ambitioniertesten Ziele setzt, sondern daran, wie viele Unternehmen den Umstieg praktisch stemmen können. Emissionsreduktion entsteht dort, wo die Fahrzeuge tatsächlich fahren – und das ist im europäischen Straßengüterverkehr zu einem großen Teil das Partnernetz. Für mittelständische Transportunternehmen sind Anschaffungspreis, Ladeinfrastruktur und fehlende Erfahrungswerte reale Hürden – keine Frage der Einstellung.
Der Partner Store beantwortet genau diese Hürden: mit verhandelten Konditionen, vordefinierten Spezifikationen und Beratung. Bei DHL Freight sehen wir darin einen wesentlichen Baustein, um Emissionsreduktion im europäischen Straßengüterverkehr in der Breite umzusetzen – gemeinsam mit den Partnerunternehmen, die diese Transporte täglich fahren.
Sie sind Transportpartner von DHL und möchten die Konditionen nutzen? Die Registrierung läuft über partner-store.com. Sie vergeben Transporte und möchten wissen, wie sich die Emissionen darin reduzieren lassen? Sprechen Sie uns einfach an!