Keysamir Rojas ist Apothekerin und arbeitet bei DHL Freight in Spanien. Ein ungewöhnlicher Job für einen Logistikkonzern – zumindest auf den ersten Blick. Anlässlich des Internationalen Frauentags stellen wir euch die Kollegin in unserer Serie „Women@Freight“ vor.

Name: Keysamir Rojas (Keysa)
Land: Spanien
Position: Technische Leiterin Pharmazie
Bei Freight seit: Oktober 2023
Hobbys: Kochen: „Ich liebe es zu experimentieren und Desserts zu machen“; Tanzen
Wie hat deine Karriere bei Freight begonnen?
Ich arbeite seit Oktober 2023 bei DHL Freight in Madrid. Nach spanischer Gesetzgebung muss sich eine approbierte Apothekerin oder ein Apotheker um die sogenannte „Good Distribution Practice“ (GDP) kümmern. Die verhindert, dass gefälschte Arzneimittel in Umlauf gelangen und kontrolliert die Vertriebskette, damit die Qualität von Medikamenten und deren Unversehrtheit garantiert sind.
Da ich Apothekerin bin, habe ich diesen Job übernommen. Ich hatte außerdem ein sehr klares Ziel: die Wiedereröffnung des pharmazeutischen Lagers in Madrid. Auch dabei sind natürlich die gesetzlichen Vorschriften und hohen Qualitätsstandards des Pharmasektors einzuhalten.
Und erreichst du dein Ziel?
Ja, dieses Jahr wird unser Pharmalager in Madrid tatsächlich eröffnet. Das ist eine sehr wichtige Wachstumschance für das Pharma-Geschäft von DHL Freight und den Unternehmensbereich insgesamt.
Auch meine Aufgaben haben sich stetig erweitert. 2025 habe ich zusätzlich das GDP-Qualitätsmanagement für die gesamte Region Iberia (Spanien und Portugal) übernommen und leite seitdem externe Audits für Pharma-Kunden in verschiedenen Terminals sowie Audits der spanischen Behörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (AEMPS) in Madrid. Das ist unglaublich bereichernd. Auch wenn es manchmal stressig ist – für das Endergebnis lohnt es sich immer.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?
Kein Tag ist wie der andere, und genau das motiviert mich am meisten. Im Pharma-Qualitätsbereich tauchen ständig neue Herausforderungen auf – das macht die Arbeit sehr dynamisch und spannend.
Ein Großteil meiner täglichen Arbeit besteht darin, nachzuforschen, wenn etwas falsch gelaufen ist. Dafür analysiere ich Daten, um die Ursache für den Fehler zu finden und beschließe Maßnahmen, damit sie sich nicht wiederholen. Und zu guter Letzt berate ich unser operatives Team, wie es korrekt mit Arzneimitteln umgeht.
Wir transportieren Gesundheit – da müssen wir jederzeit die Qualität und die Sicherheit der Produkte gewährleisten können. Das erfordert analytisches und kritisches Denken und bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Genau deshalb ist diese Aufgabe für mich so spannend.
Was schätzt du besonders an deinem Team?
Auch wenn ich kein eigenes Team habe, schätze ich die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen sehr. Ich arbeite eng mit verschiedenen Teams zusammen: den FTL-Kolleg:innen (Full Truck Load), den Terminals auf der gesamten iberischen Halbinsel und ihren Manager:innen, der Qualitätsabteilung und den Kolleginnen und Kollegen im Lager. Wir hören uns zu, helfen uns gegenseitig und finden eine gemeinsame Lösung. Dieser Teamgeist ist entscheidend, um echte und nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.
Welchen Rat würdest du Frauen geben, die bei Freight arbeiten wollen?
Ich würde ihnen sagen, dass sie ihrem Wissen, ihrem professionellen Urteilsvermögen und ihren Führungsfähigkeiten vertrauen sollen. Freight ist ein Umfeld, in dem Talent, Engagement und der Wille zur Verbesserung wirklich etwas bewegen – unabhängig vom Geschlecht.
Mein Rat ist: Hab keine Angst davor, Herausforderungen anzunehmen, Fragen zu stellen und Verbesserungen vorzuschlagen. Die Logistik und der Pharmasektor brauchen Vielfalt, kritisches Denken und leidenschaftliche Fachkräfte – und Freight ist ein hervorragender Ort, um zu wachsen, zu lernen und etwas zu bewirken.
2 Milliarden Euro bis 2030 investiert DHL Group im Bereich Gesundheitslogistik. Denn Life Sciences & Healthcare (LSH) ist ein Wachstumsmarkt für den Konzern.