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Es bleibt spannend

Das Jahr 2016 hat uns einige Überraschungen beschert, aber auch interessante Chancen.

Zeit ist relativ – gefühlt sind wir noch mittendrin, dabei neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. 2016 – das können wir wohl ohne Übertreibung sagen – war wirklich turbulent und hat uns einige echte Überraschungen beschert. Kaum jemand hat ernsthaft damit gerechnet, dass die Briten mehrheitlich für den Austritt aus der EU votieren würden. Die langfristen Folgen des Brexit sind noch nicht wirklich absehbar. Aber wir müssen damit rechnen, dass Transporte von und nach Großbritannien in Zukunft komplizierter werden. Der europäische Freihandel hat durch den Brexit einen Schlag erhalten, den auch die Überlegungen einiger Unternehmen, ihre Firmensitze auf den Kontinent zu verlagern, nicht ausgleichen können.

Für Unsicherheit am Markt sorgen auch die Signale, die uns zum Thema Freihandel von jenseits des Atlantiks erreichen. Donald Trump, dessen Wahl die zweite politische Mega-Überraschung des Jahres 2016 war, scheint auf eine Politik der Abschottung zu setzen. TTIP liegt auf Eis, andere internationale Handelsabkommen könnten gekippt werden.

Expertise gefragt

Was bedeutet das für uns als international tätiger Logistiker? Und vor allem, was bedeutet das für unsere Kunden, die auf den reibungslosen Transport ihrer Güter angewiesen sind? Sie müssen sich zukünftig noch mehr auf die Expertise ihres Logistikpartners verlassen können. Und wir? Wir müssen noch stärker als bislang die möglichen Problemstellungen, die sich im internationalen Warengüterverkehr ergeben könnten, antizipieren und funktionierende Lösungen für unsere Kunden erarbeiten.

Aber natürlich hat uns 2016 nicht nur potenzielle Baustellen, sondern auch neue Möglichkeiten beschert und neue Märkte eröffnet. Beispiel Iran: Nach dem Ende der Sanktionen ergeben sich hier wirklich spannende Chancen für europäische Unternehmen. Unsere Rolle dabei ist die des Brückenbauers: In Frankfurt am Main und Istanbul haben wir spezielle Kompetenzzentren eingerichtet. Unsere Experten unterstützen Unternehmen beim Export ihrer Qualitätswaren in die Region. Außerdem arbeiten wir jetzt mit einem erfahrenen Logistiker vor Ort zusammen, der sich um die Zollabwicklung und die Zustellung im Land kümmert.

Bloß kein Stillstand

Ein weiteres Beispiel ist das wachsende Volumen, das wir auf unseren intermodalen Verbindungen zwischen China und Europa verzeichnen. Indem wir die Stärken von Straße und Schiene kombinieren, bieten wir unseren Kunden einen echten Mehrwert.

Und mit unserem neuen digitalen Landverkehr-Marktplatz bringen wir seit Mitte des Jahres Versender und Transportunternehmer in Europa zusammen. Damit können wir den Logistikmarkt grundlegend verändern und die Digitalisierung der Logistikbranche weiter vorantreiben.

Stillstand ist eben kein guter Zustand in der Logistik. Also entwickeln wir uns ständig weiter. Derzeit arbeiten wir an einem europaweit einheitlichen Kundenservice, um unsere Beratungsqualität in jedem Land bei allen Kunden stets auf dem gleichen hohen Level zu halten. Und damit wir auch wirklich wissen, wo unseren Kunden der Schuh drückt und welche neuen Themen wir 2017 gemeinsam mit ihnen angehen müssen, starten wir Anfang des kommenden Jahres wieder unsere alljährliche Customer Survey. Ich bin jetzt schon gespannt auf den Input.

Aber wer arbeitet, soll auch feiern dürfen – das gilt für unsere Kunden genauso wie für uns von DHL Freight. Ich wünsche Ihnen und uns daher eine ruhige, besinnliche Adventszeit, frohe Festtage und für das neue Jahr Glück und Gesundheit.

Herzlichst Ihr
Amadou Diallo, CEO DHL Freight

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