Nachhaltigkeit / Lesezeit: ~ 3 Min.

GoGreen Plus Flex: Drei Stufen zur Emissionsreduktion in der Straßenfracht

Sustainability in Road Freight with GoGreen Plus Flex

Mit GoGreen Plus Flex erweitert DHL Freight seinen bestehenden Service für emissionsreduzierte Transporte um drei klar abgestufte Optionen. Versender:innen können künftig wählen, um wie viel sie die Treibhausgasemissionen ihrer Sendungen senken möchten – 10, 30 oder 80 Prozent (Well-to-Wheel).

Damit wird die Reduktion von Transportemissionen für Unternehmen jeder Größe einfacher buchbar und wird auf Basis definierter Berechnungs‑ und Zertifizierungsprozesse dokumentiert. Was hinter dem neuen Angebot steckt, wie Insetting funktioniert und warum das Book & Claim-Verfahren entscheidend ist, lesen Sie hier.

Was bringt GoGreen Plus Flex Versender:innen?

Mit den neuen Flex-Optionen gestaltet DHL Freight den Zugang zu emissionsreduzierten Transporten flexibler. Statt einer einheitlichen Lösung gibt es drei Stufen mit unterschiedlichen Reduktionszielen und Preisstrukturen. Versender:innen können so entscheiden, welcher Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Güterverkehr, zur eigenen Strategie und zum Budget passt.

Das Angebot greift über alle Kernprodukte von DHL Freight hinweg – vom europäischen Stückgutnetzwerk bis zur Komplettladung. Auch wer mit einzelnen Sendungen keinen Lkw vollständig füllt, kann den Service nutzen.

Mit den verschiedenen Flex-Optionen für GoGreen Plus und dem einfachen Buchungsprozess wollen wir unsere Kunden – unabhängig von der Größe ihres Unternehmens – befähigen, ihre Transportemissionen zu reduzieren. Uns ist wichtig, nicht nur die passenden Daten und Lösungen bereitzustellen, sondern sie so unkompliziert und nutzerfreundlich wie möglich zu machen.

Antje Huber DHL FreightDr. Antje Huber
Global Head of Strategy, Marketing and Chief of Staff DHL Freight

Welche drei Stufen umfasst GoGreen Plus Flex?

Versender:innen wählen zwischen drei Optionen, die sich im Reduktionsanteil und im Preisniveau unterscheiden. Die Treibhausgasreduktion wird jeweils Well-to-Wheel berechnet – also über den gesamten Kraftstoffweg von der Förderung bis zum Verbrauch im Fahrzeug.

OptionReduktion (Well-to-Wheel)Zertifikatsturnus
GoGreen Plus BASE10 %jährlich
GoGreen Plus SMART30 %monatlich
GoGreen Plus PREMIUM80 %monatlich

Die Abstufung soll Unternehmen den Einstieg erleichtern: BASE eignet sich für Versender:innen, die erste konkrete Reduktionsschritte gehen möchten. SMART und PREMIUM richten sich an Unternehmen mit weitergehenden Klimazielen, etwa im Rahmen ihrer Scope-3-Strategie.

Die 3 Stufen von GoGreen Plus Flex

Wie funktioniert Insetting bei DHL Freight?

Die Reduktion entsteht nicht durch externe Kompensation, sondern durch sogenanntes Insetting: DHL Freight reduziert Treibhausgasemissionen direkt in den eigenen Logistikprozessen durch den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe und alternative Antriebe. Zum Mix gehören:

  • HVO 100 (hydrobehandeltes Pflanzenöl): emissionsreduzierter Diesel-Ersatz aus biogenen Reststoffen
  • Bio-LNG und Bio-CNG: aus organischen Reststoffen gewonnenes Erd- und Flüssigerdgas
  • Elektro-Lkw: für Strecken und Anwendungsfelder, in denen batterieelektrische Antriebe technisch und wirtschaftlich tragfähig sind

Im Netzwerk von DHL Freight sind bereits über 1.500 Fahrzeuge mit emissionsreduzierten Kraftstoffen oder Elektroantrieben im Einsatz – überwiegend schwere Lkw.

Warum ist Book & Claim entscheidend?

Eine zentrale Voraussetzung dafür, dass GoGreen Plus Flex auch für kleinere Versender:innen funktioniert, ist das Book & Claim-Verfahren. Es entkoppelt die Buchung der Emissionsreduktion von der konkreten physischen Sendung: Die erzielten Treibhausgaseinsparungen werden den Kund:innen rechnerisch zugeordnet, unabhängig davon, an welchem Standort die alternativen Kraftstoffe tatsächlich getankt oder die E-Lkw eingesetzt werden.

Für Versender:innen heißt das: Auch Sendungen, die nicht den ganzen Lkw füllen, profitieren von der Emissionsreduktion. Für das Netzwerk heißt es: Je mehr Versender:innen GoGreen Plus buchen, desto stärker wächst der Anteil erneuerbarer Kraftstoffe und alternativer Antriebe im Gesamten.

Wie werden die Einsparungen belegt?

Jede Reduktion wird in Zertifikaten dokumentiert. GoGreen Plus SMART und PREMIUM werden monatlich zertifiziert, GoGreen Plus BASE jährlich. Die Zertifikate weisen nachvollziehbar aus, welche Treibhausgaseinsparungen erzielt wurden – und liefern Unternehmen eine prüffähige Grundlage für ihre eigene Berichterstattung, etwa nach CSRD oder GHG Protocol Scope 3.

Damit adressiert GoGreen Plus Flex einen wachsenden Bedarf vieler Versender:innen: messbare, dokumentierte Reduktionsbeiträge entlang der Lieferkette, die in das eigene Berichtswesen einfließen können.

Wie passt GoGreen Plus Flex in die Strategie von DHL Freight?

DHL Freight verfolgt das Ziel, bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen auf Netto-Null zu reduzieren. GoGreen Plus Flex ist ein Baustein auf diesem Weg – und gleichzeitig ein Hebel, der weitere Investitionen anstößt. Die Einnahmen aus dem Service fließen in Insetting-Projekte, darunter alternative Antriebe und der Ausbau eigener Infrastruktur für die Energiewende.

So entsteht ein Kreislauf: Versender:innen reduzieren ihre Transportemissionen, finanzieren damit zugleich den Ausbau emissionsärmerer Technologien im Netzwerk – und schaffen die Grundlage für weitere Reduktionsmaßnahmen in den kommenden Jahren.

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Mehr Flexibilität, mehr Transparenz, klare Reduktion

GoGreen Plus Flex bringt zusammen, was viele Unternehmen heute brauchen: einen einfachen Buchungsprozess, klar abgestufte Reduktionsoptionen und belastbare Belege für den Nachhaltigkeitsbericht. Mit BASE, SMART und PREMIUM wird der Einstieg in emissionsreduzierte Transporte für Versender:innen jeder Größe greifbar – vom mittelständischen Fertiger bis zum internationalen Konzern.

Patrick Möller

Content Creation

Patrick Möller ist Autor für DHL Freight Connections. Als Teenager hat er als Redakteur Sammelkartenspiele und eSports-Events für unterschiedliche Medien begleitet. In seiner Ausbildung zum Marketingkaufmann entdeckte er schließlich seine Liebe zur Werbung – und zur Logistik. Seitdem verbindet er beides mit seiner Leidenschaft fürs Schreiben. Sammelkartenspiele spielt er übrigens immer noch.

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