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ADR bezeichnet das europaweite Abkommen über Gefahrgut. Es enthält Vorschriften für den Straßenverkehr bezüglich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.
ADR ist die Abkürzung für Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route, zu Deutsch Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Der internationale Begriff ADR ist in der Transportbranche so weit verbreitet, dass ihn dort nahezu jeder in jedem Land versteht.
Das Abkommen wurde 1957 in Genf beschlossen, trat aber erst Ende Januar 1968 in Kraft. Es wird alle zwei Jahre an die neuesten technischen und juristischen Erkenntnisse angepasst. Mitglieder sind heute alle EU-Staaten, das ADR ist durch eine EU-Verordnung rechtsgültig. Außerdem traten mittlerweile sämtliche anderen europäischen Staaten dem Abkommen bei sowie Marokko, Tunesien und einige zentralasiatische Staaten, die früher zur Sowjetunion gehörten. Insgesamt hat das ADR-Abkommen zurzeit 48 Mitgliedsstaaten (Stand 6/2017).
Jeder LKW-Fahrer, der einen Gefahrguttransport durchführt, braucht einen Gefahrgutschein, die offizielle Bezeichnung ist ADR-Schulungsbescheinigung. Er gilt fünf Jahre und läuft dann automatisch aus, wenn er nicht vor Ablaufende verlängert wird. Dafür muss der Fahrer einen Auffrischungskurs absolvieren.
Jedes Unternehmen, das regelmäßig Gefahrgut befördert, benötigt mindestens einen Gefahrgutbeauftragten. Er ist dafür verantwortlich, dass die Bestimmungen und Auflagen bezüglich Gefahrgut eingehalten werden.
Jeder LKW, der Gefahrgut transportiert, braucht eine besondere Ausstattung. Dazu gehören die auf- und zuklappbaren orangenen Warntafeln, Helm und Schutzbrille sowie zwei Feuerlöscher.
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