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„Ich kenne die Welt nicht ohne Palette“

Ein Hoch auf die Palette: Das standardisierte Ladehilfsmittel sorgt für einen sicheren Warentransport und eine effiziente Auslastung der Lkw. Wie wichtig es ist, das Palettenmanagement effektiv zu betreiben, erläutert Thomas Thiele, verantwortlich für das zentrale Lademittelmanagement bei DHL Freight Deutschland.

In der modernen Logistik gleicht die Palette dem fliegenden Teppich aus „Tausendundeiner Nacht“. Ob Lebensmittelkonserven, Elektrogeräte oder Maschinenteile, alles was auf die 80 x 120 Zentimeter großen Holzpaletten passt und bei gleichmäßiger Verteilung maximal zwei Tonnen wiegt, kann sicher von A nach B transportiert werden.

Das umweltfreundliche Lademittel ist aus dem heutigen Straßenfrachttransport nicht wegzudenken. „Ich kenne die Welt nicht ohne Palette. Sie sind das Rückgrat unseres Geschäfts“, sagt Thomas Thiele, der bei DHL Freight die Gesamtsteuerung der Paletten in Deutschland verantwortet.

Umso wichtiger, dass die Geschäftspartner beim Transportauftrag auch den Palettentausch, der einen zusätzlichen Leerpalettentransport erspart, mit einplanen. Der Palettentausch ist hauptsächlich ein deutsches Phänomen. In den meisten anderen europäischen Ländern werden die Paletten nicht untereinander getauscht, sondern mit der Ware mitgekauft. So muss also je nach Absprache in Deutschland sowohl der eingesetzte Unternehmer als auch der Empfänger der Ware genügend Paletten zum Tausch zur Verfügung stellen. In der Regel wird die Menge im Vorfeld vom Kunden angekündigt. Trotzdem kann es besonders bei Stückguttransporten vorkommen, dass ein Geschäftspartner nicht genügend Paletten zum Tausch dabei hat.


Quelle: DHL Freight

Prozesse anpassen

„Damit wir keine Lücken im Bestand haben, müssen wir unsere Prozesse weiterhin verbessern und beispielsweise die Dokumentation transparenter machen“, so Thiele. Jede Paletteneinfuhr und -ausfuhr sollte genauestens registriert werden. Seine Idee für die Zukunft: Eine komplett digitale Dokumentation der Palettenmengen. Konkret bedeutet das, ein Online-Konto im Transportmanagementsystem für alle Partner einzurichten, in dem auch der Palettenschein integriert ist. Der Vorteil für die Geschäftspartner: Dank einer elektronischen Schnittstelle hätte beispielsweise ein Kunde jederzeit Einblick in sein Konto. Der Vorteil für Freight: Es wäre möglich, mit wenigen Klicks eine Übersicht über die tatsächlichen Mengen im Terminal zu erhalten, anstatt die Daten erst in mühseliger Arbeit in eine Excel-Tabelle einzutragen, um sie dann auswerten zu können.

„Man sollte bei dem Thema Palettenmanagement auch den finanziellen Aspekt nicht außer Acht lassen, er ist signifikant“, betont Thiele. DHL Freight Deutschland schlägt jährlich mehrere Millionen Sendungen um. Eine Palette kostet aktuell neun Euro, das ist keine unerhebliche Summe, die jeden Monat eingeplant werden muss.

Thiele verspricht sich diesbezüglich viel von „Evolution for You“. Das große Transformationsprojekt bei DHL Freight wird in Kürze in zwei Pilotländern ausgerollt und soll die Division mit großen Schritten ins digitale Zeitalter führen.

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