{"id":27264,"date":"2023-11-09T08:55:46","date_gmt":"2023-11-09T07:55:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dhl-freight-connections.com\/?p=27264"},"modified":"2023-11-09T08:55:48","modified_gmt":"2023-11-09T07:55:48","slug":"lagerkennzahlen-die-wichtigsten-kpis-der-lagerlogistik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dhl-freight-connections.com\/de\/unternehmen\/lagerkennzahlen-die-wichtigsten-kpis-der-lagerlogistik\/","title":{"rendered":"Lagerkennzahlen: Die wichtigsten KPIs der Lagerlogistik"},"content":{"rendered":"\n<p>Kennzahlen der Lagerlogistik und vor allem ihre zielgerichtete Interpretation geben Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Effizienz eines Lagers. Anhand der <a href=\"https:\/\/dhl-freight-connections.com\/de\/trends\/indikatoren-fuer-den-erfolg-welche-kpis-gibt-es-in-der-logistik\/\">Key Performance Indicators (KPIs)<\/a> f\u00fcr die Lagerhaltung l\u00e4sst sich ablesen, an welchen Stellschrauben Unternehmen drehen k\u00f6nnen, um im Lager und insgesamt wirtschaftlicher zu arbeiten. Welches sind die wichtigsten Lagerkennzahlen und wie werden sie berechnet? Dieser \u00dcberblick gibt Aufschluss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lagerkennzahlen: Definition<\/h2>\n\n\n\n<p>Lagerkennzahlen \u2013 auch Lagerkennziffern oder Lager-KPIs \u2013 sind messbare Werte zur Qualit\u00e4t von lagerlogistischen Prozessen und zur Wirtschaftlichkeit eines Lagers. Sie geben pr\u00e4zisen Aufschluss zum Ist-Zustand der Lagerlogistik eines Unternehmens.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem mit Lagerkennzahlen die Effizienz einzelner Arbeitsschritte gemessen wird, lassen sich genau diejenigen Bereiche identifizieren, deren Istwert vom angestrebten Sollwert nach unten abweicht. Wenn defizit\u00e4re Prozesse verbessert werden, lassen sich zum Beispiel Lagerdurchlaufzeiten beschleunigen und Kosten senken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lagerkennzahlen: Aufgaben<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste Funktion von Lagerkennzahlen liegt im Bereich Monitoring: eine m\u00f6glichst l\u00fcckenlose \u00dcberwachung der Lagerhaltung, bei der ineffiziente oder fehlerhafte Abl\u00e4ufe identifiziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dabei werden zum Beispiel folgende Fragen beantwortet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie viele Waren sind durchschnittlich im Lager und wie lange?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie viel Kapital ist durch den Lagerbestand gebunden und wie viel Kosten entstehen bei der Lagerung?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie ist das Verh\u00e4ltnis von Lagerkosten zum durchschnittlichen Lagerbestand?<\/li>\n\n\n\n<li>Decken die Best\u00e4nde den Verbrauch?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die zweite Funktion ist strategisch: Lagerkennzahlen bilden die Basis f\u00fcr logistische Entscheidungen, um die Prozesse im eigenen Lager wirtschaftlicher zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die wichtigsten Lagerkennzahlen mit Formeln zur Berechnung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Durchschnittlicher Lagerbestand<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Lagerkennzahl gibt an, wie viele Waren das Unternehmen insgesamt durchschnittlich im Lager vorh\u00e4lt. Die Kennzahl zum Lagerbestand liefert direkte Hinweise auf Lagerkosten und die Kapitalbindung, die sich jeweils aus dem Bestand ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zum Lagerbestand berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durchschnittlicher Lagerbestand = Anfangsbestand + Endbestand \/ 2<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Wareneinsatz<\/h3>\n\n\n\n<p>An der Kennzahl zum Wareneinsatz l\u00e4sst sich zum einen der Wert von Waren ablesen, die von einem Unternehmen verkauft oder weiterverarbeitet worden sind. Zum anderen dient diese Kennzahl dazu, die Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit zu ermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Kennzahl zu berechnen, m\u00fcssen zun\u00e4chst die Lagerzug\u00e4nge zum Jahresanfangsbestand addiert werden. Anschlie\u00dfend wird der Jahresendbestand subtrahiert. Das ergibt die Wareneinsatzmenge. Um dann die Kennzahl als Geldeinheit auszudr\u00fccken, muss au\u00dferdem die Wareneinsatzmenge mit dem Einstandspreis multipliziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zur Wareneinsatzmenge errechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wareneinsatzmenge = Anfangsbestand + Warenzugang \u2013 Endbestand<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zum Wareneinsatz berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wareneinsatz = Wareneinsatzmenge x Einstandspreis<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kennzahl f\u00fcr die Umschlagsh\u00e4ufigkeit kann sowohl f\u00fcr das gesamte Lager als auch f\u00fcr einzelne Warengruppen oder Artikel ermittelt werden. Sie verr\u00e4t, wie h\u00e4ufig der jeweilige Bestand ins Lager kommt oder es wieder verl\u00e4sst. Eine niedrige Umschlagsh\u00e4ufigkeit ist ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder eine eingeschr\u00e4nkte Weiterverwertung im Unternehmen. Darum ist eine m\u00f6glichst hohe Umschlagsh\u00e4ufigkeit (mindestens 0,5) wichtig f\u00fcr die Lagereffizienz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zur Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit errechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit = Wareneinsatz \/ durchschnittlicher Lagerbestand zu Einstandspreisen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerumschlagsrate<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit kann auch als Lagerumschlagsrate angegeben werden. Auch die Rate dient der Analyse des Umschlags von Lagerbestand in einem bestimmten Zeitraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lagerumschlagsrate wird in der Regel auf ein bestimmtes Produkt im Bestand angewandt. So wird ermittelt, wie h\u00e4ufig dieses bestimmte Produkt das Lager verl\u00e4sst und durch neue Ware ersetzt wird. Je h\u00f6her die Kennzahl zur Lagerumschlagsrate ist, desto h\u00e4ufiger wird eine bestimmte Ware verkauft und nachbestellt. Niedrige Kennzahlen zu den Lagerumschl\u00e4gen deuten auf \u00dcberbest\u00e4nde im Lager \u2013 und umgekehrt belegen hohe Kennzahlen, dass das Unternehmenskapital effektiv eingesetzt wird. Denn eine hohe Lagerumschlagsrate zeigt an, dass Best\u00e4nde ad\u00e4quat und damit kostensparend vorgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So errechnet man die Lagerumschlagsrate:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerumschlagsrate = Umsatzerl\u00f6s \/ Wert des durchschnittlichen Lagerbestands<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Durchschnittliche Lagerdauer<\/h3>\n\n\n\n<p>Waren, die weder verkauft oder weiterverarbeitet werden und stattdessen ungenutzt im Lager liegen, verursachen h\u00f6here Kosten als G\u00fcter mit schnellem Durchlauf. Mit der Kennzahl zur Lagerdauer l\u00e4sst sich berechnen, wie lange Best\u00e4nde durchschnittlich im Lager verbleiben. Je h\u00f6her der Wert, desto h\u00f6her ist auch die Kapitalbindung. Deshalb ist eine m\u00f6glichst geringe Lagerdauer ein wichtiges Logistikziel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zur Lagerdauer errechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glichkeit 1: Durchschnittliche Lagerdauer = 360 Tage x durchschnittlicher Lagerbestand \/ Jahresverbrauch<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glichkeit 2: Durchschnittliche Lagerdauer = 360 Tage x durchschnittlicher Lagerbestand \/ Umschlagsh\u00e4ufigkeit<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Kennzahl bezieht sich auf das Verh\u00e4ltnis von Lagerbestand und Verk\u00e4ufen. Am Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis l\u00e4sst sich ablesen, wie viel vom Lagerbestand verkauft wird. Dadurch lassen sich Unterversorgung oder \u00dcbervorrat erkennen. Wenn das Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis hohe Ums\u00e4tze anzeigt, besteht eine Nachfrage, die den Bestand \u00fcbersteigen k\u00f6nnte. Es gilt, unternehmerisch zu reagieren. Das Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis ergibt zusammen mit Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit, Lagerumschlagsrate oder durchschnittlicher Lagerdauer ein gutes Bild der Nachfragesituation.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kennzahl zum Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis wird so berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis = Anzahl der verkauften Waren \/ Anzahl der Waren im Lager<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Durchschnittliche Kapitalbindung<\/h3>\n\n\n\n<p>Zur Finanzierung von Lagerwaren ist Kapital notwendig, das solange im Lager gebunden ist, bis eine jeweilige Ware das Lager wieder verl\u00e4sst. W\u00e4hrenddessen steht das Kapital nicht f\u00fcr andere Zwecke zur Verf\u00fcgung: Das schr\u00e4nkt die Liquidit\u00e4t eines Unternehmens ein, weshalb diese Kennzahl m\u00f6glichst niedrig sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kennzahl zur Kapitalbindung lassen sich so berechnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durchschnittliche Kapitalbindung = Durchschnittlicher Lagerbestand x (Beschaffungskosten \/ Bestellmenge)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerzinsen und Lagerzinssatz<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese beiden Kennzahlen verdeutlichen, welche Kosten das im Lager gebundene Kapital f\u00fcr ein Unternehmen verursacht. Beide KPIs stehen in einem direktem Zusammenhang, wobei man zur Berechnung der Lagerzinsen den Lagerzinssatz ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Lagerzinssatz wird so berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerzinssatz = (markt\u00fcblicher Zinssatz [per anno] x durchschnittliche Lagerdauer in Tagen) \/ 360 [Tage]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Lagerzinsen lassen sich dann so berechnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerzinsen = (durchschnittlicher Lagerbestand x Lagerzinssatz in Prozent) \/ 100 [Prozent]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerkostensatz<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Lagerkostensatz zeigt an, welche Gesamtkosten ein Lager im Verh\u00e4ltnis zum durchschnittlichen Lagerbestand verursacht. Hierf\u00fcr werden alle Kosten ber\u00fccksichtigt, die mit dem Lager zusammenh\u00e4ngen: zum Beispiel Personalkosten, Geb\u00e4udeerhalt, Anschaffung und Wartung von Fahrzeugen und Ger\u00e4ten, Energiekosten oder Abschreibungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kennzahl zum Lagerkostensatz wird so berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerkostensatz = Gesamtlagerkosten \/ Durchschnittlicher Lagerwert x 100<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerkosten pro Einheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzt wird der Lagerkostensatz f\u00fcr das gesamte Lager durch die Kosten je Einheit im Lager: Welche Kosten fallen jeweils bei den einzelnen Best\u00e4nden an? Hierbei handelt es sich um eine aussagekr\u00e4ftige Kennzahl zu den Lagerkosten, mit der sich ineffiziente Prozesse im Lager ermitteln lassen, um letztlich die Gesamtkosten zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So errechnet man die Kennzahl f\u00fcr Lagerkosten pro Einheit im Lager:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerkosten pro Einheit = Gesamtlagerkosten \/ Nominalkapazit\u00e4t des Lagers x Belegungsrate<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerbestandsgenauigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der tats\u00e4chliche Lagerbestand sollte sich mit dem Bestand im Warenwirtschaftssystem decken. Sonst entstehen zus\u00e4tzliche Kosten sowie Probleme bei der Buchhaltung. Unter Abweichungen zwischen dem elektronisch erfassten und dem physischen Lagerbestand leidet auch die Servicequalit\u00e4t, wenn Zusagen an Kunden deshalb nicht eingehalten werden. Aus diesem Grund ist die Lagerbestandsgenauigkeit eine zentrale Kennzahl f\u00fcr die Lagerlogistik.<\/p>\n\n\n\n<p>Um negative Effekte m\u00f6glichst zu vermeiden, sollten die Abweichungen so gering wie m\u00f6glich sein. Der Indikator f\u00fcr die Lagerbestandsgenauigkeit gibt an, wie gro\u00df die Diskrepanz zwischen der erfassten und vorhandenen Ware im Lager tats\u00e4chlich ist. Der ideale Wert ist hierbei 0.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Lagerbestandsgenauigkeit wird so ermittelt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerbestandsgenauigkeit = Anzahl der im System erfassten Ware - Anzahl der tats\u00e4chlich vorhandenen Ware<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Nutzungsgrad der Lagerfl\u00e4che<\/h3>\n\n\n\n<p>Nur ein effizient ausgelastetes Lager kann wirtschaftlich arbeiten. \u00dcberkapazit\u00e4ten erzeugen zus\u00e4tzliche Kosten, die sich in den Kennzahlen zu den Lagerkosten niederschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wird die vorhandene Kapazit\u00e4t genutzt und wie ist das Verh\u00e4ltnis von vorhandenen und tats\u00e4chlich genutzten Fl\u00e4chen? Die Antworten auf diese Fragen, welche die Kennzahlen liefern, zeigen M\u00f6glichkeiten auf, die Fl\u00e4chennutzung zu verbessern \u2013 zum Beispiel mit synchronisiertem Wareneingangs- und -ausgangsmanagement.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So wird die Kennzahl zum Fl\u00e4chennutzungsgrad berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nutzungsgrad der Lagerfl\u00e4che = belegte Fl\u00e4che x 100 \/ Gesamtlagerfl\u00e4che<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Lagerreichweite<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kennzahl zur Lagerreichweite gibt an, wie lange der Lagerbestand bei durchschnittlicher Nachfrage oder Materialverbrauch ausreicht. Es geht also um die Frage: Entsprechen die Lagerbest\u00e4nde dem Bedarf und wie lange noch? Die Kennzahl zur Lagerreichweite erm\u00f6glicht Entscheidungen zu notwendigen Ma\u00dfnahmen wie Nachbestellung, Neuproduktion oder Wechsel des Lieferanten. F\u00fcr den Unternehmenserfolg ist eine ausreichende Lagerreichweite entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Reichweiten-Kennzahl l\u00e4sst sich so berechnen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lagerreichweite = durchschnittlicher Lagerbestand [pro zeitliche Periode] \/ Bedarf [pro zeitliche Periode]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Mindestbestand<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Mindestbestand steht mit der Lagerreichweite in enger Verbindung. Es geht um diejenige Lagermenge, die mindestens auf Lager liegen muss, um Bedarfe zu decken. Eine gute Kennzahl zum Mindestbestand bedeutet, dass auch bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Problemen in der Lieferkette der Lagerbestand ausreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Mindestbestand-Kennzahl wird so errechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mindestbestand = Verbrauch am Tag x Lieferzeit<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-text-color\" style=\"color:#d40511\">Meldebestand<\/h3>\n\n\n\n<p>An der Kennzahl zum Meldebestand l\u00e4sst sich erkennen, wann Waren nachbestellt werden m\u00fcssen, um den erforderlichen Mindestbestand abzudecken. Ist diese Kennzahl zu niedrig, besteht die Gefahr, dass Unternehmensprozesse unterbrochen werden m\u00fcssen oder Bestellungen nicht ausgeliefert werden k\u00f6nnen. Es droht der Verlust von Kunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kennzahl zum Meldebestand wird wie folgt berechnet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meldebestand = Verbrauch am Tag x Lieferzeit + Mindestbestand<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-27269\" srcset=\"https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE-300x169.jpg 300w, https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/dhl-freight-connections.com\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DHL_Lagerkennzahlen_1_DE.jpg 2560w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lagerkennzahlen: Formelsammlung<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Durchschnittlicher Lagerbestand<\/strong> = Anfangsbestand + Endbestand \/ 2<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wareneinsatzmenge<\/strong> = Anfangsbestand + Warenzugang \u2013 Endbestand<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wareneinsatz<\/strong> = Wareneinsatzmenge x Einstandspreis<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerumschlagsh\u00e4ufigkeit<\/strong> = Wareneinsatz \/ durchschnittlicher Lagerbestand zu Einstandspreisen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerumschlagsrate<\/strong> = Umsatzerl\u00f6s \/ Wert des durchschnittlichen Lagerbestands<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Durchschnittliche Lagerdauer<\/strong> = 360 Tage x durchschnittlicher Lagerbestand \/ Jahresverbrauch (M\u00f6glichkeit 1)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Durchschnittliche Lagerdauer<\/strong> = 360 Tage x durchschnittlicher Lagerbestand \/ Umschlagsh\u00e4ufigkeit (M\u00f6glichkeit 2)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inventar-Umsatz-Verh\u00e4ltnis<\/strong> = Anzahl der verkauften Waren \/ Anzahl der Waren im Lager<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Durchschnittliche Kapitalbindung<\/strong> = Durchschnittlicher Lagerbestand x (Beschaffungskosten \/ Bestellmenge)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerzinssatz<\/strong> = (markt\u00fcblicher Zinssatz [per anno] x durchschnittliche Lagerdauer in Tagen) \/ 360 [Tage]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerzinsen<\/strong> = (durchschnittlicher Lagerbestand x Lagerzinssatz in Prozent) \/ 100 [Prozent]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerkostensatz<\/strong> = Gesamtlagerkosten \/ Durchschnittlicher Lagerwert x 100<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerkosten pro Einheit<\/strong> = Gesamtlagerkosten \/ Nominalkapazit\u00e4t des Lagers x Belegungsrate<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerbestandsgenauigkeit<\/strong> = Anzahl der im System erfassten Ware - Anzahl der tats\u00e4chlich vorhandenen Ware<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nutzungsgrad der Lagerfl\u00e4che<\/strong> = belegte Fl\u00e4che x 100 \/ Gesamtlagerfl\u00e4che<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lagerreichweite<\/strong> = durchschnittlicher Lagerbestand [pro zeitliche Periode] \/ Bedarf [pro zeitliche Periode]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mindestbestand<\/strong> = Verbrauch am Tag x Lieferzeit<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Meldebestand<\/strong> = Verbrauch am Tag x Lieferzeit + Mindestbestand<\/p>\n\n\n<div class=\"lazyblock-infobox-Z1eK0Il wp-block-lazyblock-infobox\"><section class=\"block-info-box\" style=\"background-color:#FFCC00;\">\n<span class=\"block-info-box-label c-red\"><span class=\"dashicons dashicons-info\"><\/span> Fazit<\/span>\n\n\n<p>Lagerkennzahlen sind ein wertvolles Mittel, um Defizite im Lager aufzudecken und zu korrigieren sowie Kapazit\u00e4ten effizient und kostensparend zu nutzen. Allerdings hat nicht jede Kennzahl f\u00fcr jede Branche den gleichen Aussagewert. Umschlagsraten k\u00f6nnen beispielsweise in der Agrarwirtschaft h\u00f6her sein als beispielsweise im Handel mit Luxusg\u00fctern. In diesem Fall stellt dann eine niedrigere Umschlagsrate nicht zwangsl\u00e4ufig ein betriebswirtschaftliches Problem dar \u2013 zumal auch ganz unterschiedliche und branchenspezifische Fl\u00e4chen- oder Personalbedarfe bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso wichtig wie die Erhebung der Lagerkennzahlen ist daher ihre spezifische Interpretation. Als DHL Freight und DHL Group unterst\u00fctzen wir Sie gerne dabei.<\/p>\n\n<\/section><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennzahlen der Lagerlogistik und vor allem ihre zielgerichtete Interpretation geben Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Effizienz eines Lagers. 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