Ursprünglich stammt Attila Kulcsár aus dem Herzen Transsilvaniens, nach Abschluss seines Studiums zog er aber ins ungarische Budapest. Seine berufliche Laufbahn in der Logistik begann er vor 15 Jahren bei Giraud International, wo er den italienischen Exportverkehr leitete. Aufgrund seiner Vorliebe für Interaktion wechselte er in den Vertrieb und war seitdem in verschiedenen Funktionen in diesem Bereich tätig, einschließlich Key Account Management. Anschließend ergab es sich, dass er bei Vos Logistics eine Stelle im internationalen Vertrieb antreten konnte.

Attila kam im Jahr 2012 als Head of Sales and Marketing zu DHL Freight Hungary, wo er zusätzlich die Rolle des Facilitator im QSE-Schulungsprogramm (Quest for Sales Excellence) übernahm, die ihm große Freude bereitet.

Freight Connections spricht mit Attila Kulcsár:

Was ist Ihrer Ansicht nach die größte Herausforderung, vor der Ihr Land (im Allgemeinen) steht?

Eines unserer größten Probleme in Ungarn ist die Migration. Eine immense Anzahl an Fachkräften aus verschiedenen Gebieten und Branchen wandert derzeit aus unterschiedlichen Gründen nach Westeuropa aus. Einige Gründe für diese Bewegung sind das Arbeitspensum und die Bezahlung.

Ein anderes Problem, wovon aber nicht nur Ungarn betroffen ist, ist die Immigration, die zu starken Veränderungen in der Region und darüber hinaus führt.

Ungarn gehört am Ende immer noch zum osteuropäischen Block. Irgendwie sind wir immer noch von der Vergangenheit geprägt.

Warum sollten Kunden eine Zusammenarbeit mit DHL Freight anstreben? Welchen Wettbewerbsvorteil bietet DHL Freight in Ungarn im Vergleich zu seinen Mitbewerbern?

Oh, wir bieten unseren Kunden viele fantastische Lösungen, von sehr einfachen Transportlösungen bis hin zu individuell auf den Kunden zugeschnittenen Lösungen.

Ich möchte gerne den Irrglauben aus dem Weg räumen, dass multinationale Unternehmen nicht flexibel sein können und dass sie sich nur um den Bedarf anderer multinationaler Unternehmen kümmern. In Ungarn bearbeiten wir wöchentlich Anfragen von kleinen und mittelständischen Kunden, und zwar zu deren vollsten Zufriedenheit.

Auch kundenspezifische Lösungen sind bei DHL Freight die Regel. Egal wie die Anforderungen des Kunden aussehen – Dekonsolidierung, Konsolidierung, Sortierung, Pick & Pack usw. – wir entwerfen die passende Lösung. Dazu zählt auch der Transport besonders empfindlicher Arzneimittel nach den Bestimmungen der guten Vertriebspraxis mit aktiver GPS-Überwachung rund um die Uhr.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ausgezeichnete Leistung nur mit Leidenschaft erreicht werden kann. Und unser Team hat Leidenschaft.

Was hoffen Sie als Head of Sales & Marketing in Ungarn in diesem Jahr zu erreichen?

Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und das gibt uns die Sicherheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um noch mehr zu erreichen. Ich denke, dass wir für eine beständige Leistungsfähigkeit Stabilität benötigen. Dennoch, je näher das Jahresende kommt, umso mehr müssen wir nochmal Gas geben.

Was war die herausforderndste Aufgabe/Entscheidung in Ihrem bisherigen Arbeitsleben?

In den 15 Jahren, die ich nun in der Logistikbranche arbeite, gab es kein einfaches Jahr. Auf der anderen Seite gibt es aber kein Problem, das wir nicht als Team gelöst hätten, egal, wie schwierig die Lage war.

Wenn deine Verantwortung über deine eigene Arbeit hinausgeht, ist der Druck ein anderer, sowohl bei Erfolgen als auch beim Scheitern. Die Erkenntnis, dass ich nicht nur mir gegenüber verpflichtet bin, hat meine Denk- und Handlungsweise verändert. Es ist nie einfach, neue Verantwortung zu übernehmen.

Wenn Sie Ihrem Team nur einen Rat geben könnten, wie würde dieser Rat lauten?

Fehler die man gemacht hat sollte man eingestehen. Man muss dazu stehen, sich entschuldigen und dann die nötigen Schritte gehen um das Ruder nochmal rumzureißen.

Welcher ist der beste Rat, den Sie erhalten haben?

Die „5P“: Proper Preparation Prevents Poor Performance (Gute Vorbereitung verhindert schlechte Leistung).

Was ist der wichtigste Gegenstand auf Ihrem Schreibtisch?

Das Foto meiner Familie. Und als leidenschaftlicher Sammler von Modellautos steht auch immer mein Lieblingsstück auf dem Schreibtisch.

Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie gerade nicht im Büro sitzen?

Ich finde es schon entspannend, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Körperliches Arbeiten im Haus nimmt mir den Druck des Arbeitsalltags, zumindest für eine Weile. Und auf regelmäßigen Fahrradtouren mit meinem Bruder besprechen wir, wie wir die „Welt retten“.

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