Tor nach Afrika

DHL Freight Iberia setzt auf mehrere Säulen, um sich im schwierigen Marktumfeld Südwesteuropas zu behaupten.

Mit sechs Terminals deckt DHL Freight Iberia ein Gebiet von 583.000 Quadratkilometern ab, in dem rund 53 Millionen Menschen leben. Rund 190.000 Fahrten im Jahr beginnen oder enden an einem dieser Hubs, im vergangenen Jahr wurden dabei 1.523.000 Tonnen Güter transportiert. Von hier aus bedient DHL Freight Ziele in Spanien, Portugal, Andorra und natürlich den angrenzenden Ländern. Von besonderer Bedeutung ist in letzter Zeit das Geschäft mit Nordafrika geworden. „Der Markt auf der iberischen Halbinsel bietet wegen seiner geografischen Lage am südwestlichen Zipfel Europas große Möglichkeiten jenseits der Grenzen, vornehmlich natürlich in Nordafrika. Besonders wichtig sind dabei die Frachtrouten nach Marokko“, erklärt Santiago Mariscal, Managing Director DHL Freight Iberia.

Santiago Mariscal [Foto: DHL]
Santiago Mariscal [Foto: DHL]

Zwei Säulen

Das Transitgeschäft ist fest in einem der beiden Standbeine von DHL Freight Iberia verankert, dem Terminal Based Operations (TBO). Die Hubs in Madrid, Barcelona, Valencia, Irún, Porto und Lissabon verfügen über insgesamt 22.800 Quadratmeter Fläche. Über sie ist die iberische Halbinsel und letztlich auch Nordafrika an das europäische Liniennetzwerk des Konzerns angebunden. Alle Um- und Zwischenlagerungen laufen über diese Standorte.

Aber DHL Freight Iberia hat noch ein zweites starkes Standbein, nämlich die Kontraktlogistik (Direcht Contract Carriage, DCC). Bei diesen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen betreibt DHL Freight Iberia die Flotten für die einzelnen Kunden und hat gleichzeitig die Möglichkeit, freie Kapazitäten noch mit Fracht aus dem normalen Liniengeschäft aufzufüllen. Reicht die Kapazität der kundeneigenen Flotte nicht aus, kann DHL Freight besonders schnell reagieren und einen Dienstleister aus dem eigenen, qualitätsgeprüften Partnerpool auswählen. Das vermeidet langes Suchen nach geeigneten Transporteuren in Überlastsituationen.

Pharmaspezialist

Neben diesen Hauptstandbeinen des Geschäfts ist DHL Freight Iberia auch auf vielen anderen Gebieten aktiv. Ein besonderes Augenmerk liegt aktuell auf dem Ausbau des FarmaFreight Services für den Transport und die Zwischenlagerung pharmazeutischer und biomedizinischer Güter. Dafür hat DHL Freight Iberia ein eigenes Competence Center geschaffen, das hohe Temperatur- und Sicherheitsstandards einhält.

Qualität wird bei DHL Freight Iberia großgeschrieben. Und das geht nur mit ausgeruhten Fahrern. Deshalb steht den Truckern in jedem Terminal ein ausgewiesener Driver’s Corner zur Erholung zur Verfügung.

Langjährige Kunden profitieren vom Programm Club Freight, das Treue mit verschiedenen Boni vergütet: von Rabatten bis hin zu speziellen Serviceangeboten.

Für die Zukunft liegt der Fokus auf dem Ausbau der Verbindungen nach Nordafrika und der weiteren Kostenoptimierung und Serviceverbesserung. Dazu gehört nicht zuletzt die Einrichtung einer eigenen Zollabteilung, um grenzüberschreitende Lieferungen so schnell wie möglich abzuwickeln und den Kunden damit einen Zeitvorteil zu verschaffen. Verbunden mit einer weiteren Optimierung der Abläufe in der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in den umgebenden Ländern ist DHL Freight Iberia auch in Zukunft erste Adresse für die Logistik in Südwesteuropa.

Autor: Birgit Kupas

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