Der StreetScooter WORK – jetzt auch in XL

Der WORK XL mit noch mehr Ladevolumen ist die jüngste Weiterentwicklung des Elektromobil-Herstellers StreetScooter. Auch DHL Freight setzt auf die emissionsfreien, leisen Flitzer.

„Die Zukunft der Logistik liegt in der E-Mobilität“, sagt StreetScooter-CEO Professor Dr. Achim Kampker. Und fügt hinzu: „Unser neuer WORK XL mit seinem – gegenüber den Modellen WORK und WORK L – nochmals deutlich gesteigerten Ladevolumen bietet hierfür die notwendige Basis.“

20 Kubikmeter Ladevolumen

Auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentierte die Deutsche Post-Tochter StreetScooter GmbH die derzeit größte Variante ihres E-Mobils. Der Transporter basiert auf dem Fahrgestell des Ford Transit und bietet 20 Kubikmeter Ladevolumen bei einer Zuladung von 1.150 Kilogramm. Mit der maximalen Kapazität von 76 kWh der Lithium-Ionen-Batterie ist eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 90 Kilometern pro Stunde. Noch in diesem Jahr sollen 1.000 StreetScooter WORK XL für die Deutsche Post an den Start gehen, es ist aber auch der Verkauf an weitere Kunden geplant. Jedes Fahrzeug spart pro Jahr etwa 1.900 Liter Diesel und damit fünf Tonnen CO2 ein.

Vom Fahrerhaus in den Laderaum

Produziert wird der StreetScooter WORK XL in den Ford-Werken in Köln: Hier werden der E-Antrieb und die Aufbauten montiert, das Fahrgestell stammt aus dem Ford-Werk im türkischen Kacaeli. In den Produktionshallen in Köln-Niehl bauen rund 180 Ford-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb bis zu 16 WORK XL-Modelle pro Tag. Daraus ergibt sich eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 3.500 Fahrzeugen.

Der XL unterscheidet sich von den bereits erhältlichen Modellen WORK mit vier Kubikmetern und WORK L mit acht Kubikmetern Ladevolumen nicht nur in Sachen Größe und Reichweite, sondern auch im Aufbau. Der Laderaum ist vom Fahrerhaus aus begehbar. Die Be- und Entladung funktioniert über das Heck und eine Schiebetür auf der rechten Fahrzeugseite, also auf der sicheren Gehwegseite.

Werkzeug, das Prozesse verbessert

„Mit dem WORK XL setzen wir konsequent unsere Produktphilosophie um: Wir sehen unseren StreetScooter als Werkzeug, der die Prozesse unserer Kunden verbessert. Und das passgenau für unterschiedliche Unternehmen in unterschiedlichen Branchen“, sagt Kampker. Die Modelle WORK und WORK L haben ihre Alltagstauglichkeit schon bewiesen: 8.000 StreetScooter sind für die Deutsche Post in der Brief- und Paketzustellung im Einsatz, haben mehr als 40 Millionen Kilometer zurückgelegt und verringern den CO2-Ausstoß um jährlich 26.000 Tonnen.

Emissionsfrei durch die Messehalle

DHL Trade Fairs & Events (TFE) als Teil von DHL Freight setzte in Berlin bereits einen StreetScooter ein – bei der Leichtathletik-Europameisterschaft im August transportierte der leise Flitzer dabei das Sportler-Equipment durch die Hauptstadt. Für umweltbewusste, emissionsfreie Messelogistik nimmt TFE im Oktober einen StreetScooter WORK L mit hohem Boxaufbau für Europaletten in Betrieb.

Win-win-Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen der Ford-Werke GmbH und StreetScooter geht über die Produktion des WORK XL deutlich hinaus: Die mehr als 50 Ford-Transit-Center übernehmen auch Verkauf und Service der beiden kleineren Modelle WORK und WORK L. Ford auf der anderen Seite profitiert von der Rolle der StreetScooter GmbH als agiles Unternehmen und Marktführer im Bereich elektrischer Nutzfahrzeuge in Deutschland. Das Aachener Unternehmen bringe enorme Kompetenz und Innovationskraft bei der Entwicklung von E-Transportern ein, wie Jörg Beyer, Geschäftsführer Produktentwicklung der Ford-Werke, betont. Die komplette Produktionslinie für den StreetScooter WORK XL hat Ford innerhalb weniger Monate auf die Beine gestellt. „Das beweist, wie innovativ und flexibel wir im Bereich Manufacturing sind: Als Volumenhersteller können wir auch kleine Serien in Manufaktur produzieren, auch bei Elektrofahrzeugen“, sagt Jörg Beyer.

Ford-Werke GmbH in Zahlen

  • Gründung 1925
  • 40 Millionen produzierte Fahrzeuge in der Geschichte
  • 24.000 Mitarbeiter
  • Standorte in Köln, Aachen und Saarlouis
  • Jahresproduktion derzeit rund 800.000 Fahrzeuge
Autor: Christina Gruber

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