Schlau gegen Klau

Mit speziellen Tracking-Lösungen Warendiebstähle verhindern

Ladungsdiebstähle aus Lkw sind ein echtes Problem, das keineswegs nur als unsicher angesehene Länder betrifft. Das weiß auch die Transported Asset Protection Association Europe (TAPA). Der Zusammenschluss verschiedener Sicherheitsspezialisten und Logistikunternehmen hat sich das Ziel gesetzt, es Dieben so schwer wie möglich zu machen. Dazu entwickelt die TAPA Industriestandards auf allen Ebenen, sowohl im Bereich der Sicherheit von Einrichtungen und Umschlagplätzen als auch bei der Lieferung selbst. Für ein Sicherheitszertifikat fordert die TAPA unter anderem Sicherheitsdienste, Kameraüberwachung und Alarmeinrichtungen an den Lkw sowie ein Echtzeit-Tracking als Teil eines professionellen Sicherheitsmanagements.

Wie notwendig das ist, zeigt die Zahl der bei der TAPA gemeldeten Fälle: Die aktuellste Jahresstatistik weist beispielsweise ein Anwachsen der Diebstähle in Deutschland um 42,5 Prozent aus. In etwa der Hälfte aller Meldungen wurde in der TAPA-Datenbank zudem der Wert der verlorenen Ladung angegeben, insgesamt 4.151.838 Euro. Im Durchschnitt verursachte ein einziger Diebstahl also einen Schaden von 72.839 Euro. Noch schlimmer ist die Situation in Großbritannien: Von 88 gemeldeten Vorfällen stieg die Zahl auf 175, beinahe eine Verdoppelung. Und diese Zahlen spiegeln lediglich die Meldungen von TAPA-Mitgliedern wider. Allein die hier verzeichnete Schadenshöhe liegt bei rund 75 Millionen Euro.

DHL Freight Ungarn bietet zum Schutz wertvoller Frachtsendungen den DHL Security Service an. Herzstück bildet das Online Monitoring Center von in Budapest. Hier überwachen die Mitarbeiter rund um die Uhr per Telefon und Tracking-System wertvolle, von DHL Freight Ungarn transportierte Ladungen in ganz Europa. Gibt es Auffälligkeiten, bemerken das die Highvalue-Spezialisten sofort. Zoltán Debreczeni, Head of Security, Infrastructure and H&S bei DHL Freight Ungarn: „Über spezielle Programme haben unsere Mitarbeiter aktuelle Hot-Spots von Ladungsdiebstählen ständig im Blick und können den Fahrzeugen entsprechende Anweisungen für die Routen-, vor allem aber für die Pausenplanung geben. Damit vermeiden wir Ruhezeiten auf besonders gefährdeten Parkplätzen. Die Datenbanken werden dafür ständig mit aktuellen Ereignissen gefüttert.“ Dafür werden die Informationen aus verschiedenen Lageberichten aus internationalen Quellen ausgewertet, so zum Beispiel TAPA IIS oder FreightWatch, um eine breite Wissensbasis zu bilden. Die Mitarbeiter der Sicherheitszentrale analysieren die Ergebnisse und informieren die Fahrer auf den betroffenen Strecken über die potenziellen Risiken, und zwar alles in Echtzeit. Dieses Spezialwissen ist immer aktuell und steht zudem auch den für den Betrieb verantwortlichen DHL-Mitarbeitern rund um die Uhr zur Verfügung, da die Überwachungszentrale im gleichen Gebäude untergebracht ist. Ohnehin bittet DHL Freight die Fahrer, für Ruhezeiten möglichst entsprechend vorher zugelassene Einrichtungen anzufahren.

DHL Security Service:

  • 24/7-Tracking
  • Nutzung von fester Ladebox oder verstärkter Planen
  • Zwei Fahrer (auf Wunsch)
  • Besonders gesicherte Frachtterminals
  • Elektronischer Ankunftsnachweis
  • Proaktives Sicherheitsmanagement auf ständig aktualisierter Datenbasis
  • Alarmsystem mit Funkübertragung sowohl am Anhänger als auch beim Fahrer
  • Funksystem mit Alarmfunktion

Eine so engmaschige Überwachung hat für den Kunden natürlich noch weitere Vorteile. „Wir können ständig darüber informieren, ob die Lieferung noch on-time ist oder ob es zu Verspätungen kommt, etwa durch längere Staus. Bei temperaturkritischen Frachten ist sogar ein permanentes Monitoring der Klimadaten aus dem Fahrzeug möglich“, sagt Zoltán Debreczeni.

Zusammen mit den anderen Maßnahmen im Rahmen dieser Sicherheitsmaßnahme ist so gewährleistet, dass die Fracht auch dort ankommt, wo sie hin soll – und nicht in falsche Hände gerät.

Autor: Birgit Kupas

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