Gläserne Lieferkette für BMW

DHL Freight hat seine Partnerschaft mit der BMW Group nicht nur verlängert, sondern deutlich ausgeweitet. Eine maßgeschneiderte „Connected Supply Chain“-Lösung bietet dem Automobilhersteller künftig durchgängige Transparenz und Kontrolle über sämtliche Logistikprozesse in 17 europäischen Ländern.

Bereits seit Jahren ist DHL Freight in 17 europäischen Ländern für die Straßentransporte der BMW Group verantwortlich. Der Vertrag wurde im Rahmen einer Neuausschreibung verlängert und erweitert. DHL Freight übernimmt die Zuständigkeit für weitere sieben Gebiete und stellt darüber hinaus zusätzliche Services zur Verfügung. Denn das Thema Echtzeit-Tracking über die gesamte Lieferkette hinweg war ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung von BMW für die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Das BMW System heißt Connected Supply Chain (CSC) und bietet allen relevanten Stakeholdern einen Überblick über sämtliche Transportvorgänge.

Leicht zugängliche Übersicht

[Grafik: DHL]

Eines der beiden Kernstücke der CSC ist ein zentrales Portal, das Aspekte wie Auftrags- und Statusinformationen für alle Beteiligten schnell einsehbar macht. Zur Identifizierung wird allen Bestellungen eine durchgängige Referenznummer zugewiesen. Um den Datenbestand aktuell zu halten und schneller Informationen verteilen zu können, haben auch die Fahrer die Möglichkeit, über eine eigens für sie entwickelte mobile App auf das System zuzugreifen. Entwicklungspartner des Portals ist AXIT, ein Spezialist für cloud-basierte IT-Lösungen für das Management unternehmensübergreifender Logistikprozesse.

Kontrollzentrum gegen Störungen

Ein zweiter wichtiger Baustein der Zusammenarbeit ist der Control Tower zur Überwachung aller Warenströme des Kunden in Europa. Hier kommen sämtliche Datenströme zusammen und lassen so eine Optimierung der Prozesse im laufenden Betrieb zu. Das dient nicht nur zur Identifikation von Einsparmöglichkeiten oder der Leistungskontrolle von Lieferanten und Frachtführern, sondern auch zum frühzeitigen Gegensteuern bei Störungen.

„Wir haben gemeinsam mit BMW eine Lösung entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist und ihm vollständige Transparenz entlang seiner Lieferkette bietet“, sagt Uwe Brinks, CEO von DHL Freight. „Hierdurch liefern wir BMW einen konsolidierten Überblick über die extrem komplexen Prozesse. Dies wurde erreicht durch Connected Supply Chain, eine Lösung, die BMW und all seinen Partnern ermöglicht, potenzielle Probleme entlang der Lieferkette zu managen und Möglichkeiten für weitere Optimierungen zu identifizieren.“

Meilenstein für FREIGHT 2020

Durch die beiden Kernbestandteile des CSC-Systems erhält BMW einen Echtzeit-Zugriff auf alle Vorgänge in der eigenen Lieferkette. Der neue Vertrag umfasst die Abwicklung von rund 90.000 Sendungen pro Monat einschließlich temperaturgeführter Sendungen und Spezialtransporte. Zur erfolgreichen Verlängerung der Zusammenarbeit sagt Uwe Brinks: „Dieser Erfolg ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie FREIGHT 2020, mit der wir uns als Anbieter erster Wahl im Landverkehr positionieren wollen, indem wir unseren Kunden höchste Qualität und Zuverlässigkeit bieten.“

Weiterführend

Autor: Michael Wayand

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