Aus Zukunft wird Gegenwart

Das neue Frachtzentrum von DHL Freight ist der neue Knotenpunkt im europaweiten Netzwerk. Mehr noch: Hier wird eine Vielzahl von Zukunftstechnologien getestet und umgesetzt.

Allein die Bauzeit ist rekordverdächtig
Nur ein gutes Jahr verging vom Spatenstich für die neue Umschlaganlage von DHL Freight in Hannover-Langenhagen bis zur Eröffnung in diesem September. Auf 63.000 Quadratmetern entstand ein modernes Frachtzentrum für das europaweite Netzwerk von DHL Freight. Vor allem: Hier sind innovative Technologien und Lösungen für das „Terminal for the Future“ im Einsatz. Testen, bewerten, anpassen, nutzen – so zügig sind Fortschritte in der Logistik möglich, wenn neue Technologien systematisch auf ihre Chancen hin geprüft und realisiert werden.

DHL Freight ist zur Innovation entschlossen
Teilweise schon im Einsatz sind zum Beispiel:

  • Der Kontrollturm, in dem alle Warenströme in Europa beobachtet werden. Er erlaubt es, komplexe Datenmengen zusammenzuführen und den Optimierungsbedarf in den täglichen Abläufen zu erkennen. So hat das Kontrollturmpersonal Einblick in die aktuellen Positionen der ankommenden und abfahrenden Lkw, sieht die Distributionskapazitäten in Echtzeit und kann sie effizient zuteilen.
  • Der Yard Manager, eine internetbasierte Software als zentrale Schnittstelle unter anderem zwischen Kontrollturm, Serviceeinheiten, Platzanweisern und Werkstatt. Die Anwendung ist ausgesprochen nutzerfreundlich, verbessert abteilungsübergreifend die Zusammenarbeit der Teams und standardisiert vor allem die technischen Prozesse. Dies stellt nicht zuletzt für die Sicherheit des Geländes einen wesentlichen Gewinn dar.
  • Connected Supply Chain (CSC), ein für BMW entwickeltes System, das die komplette Lieferkette für alle Beteiligten digital abbildet. Bestell- und Statusangaben sind über ein Portal sichtbar. Fahrer haben über eine für sie maßgeschneiderte App Zugang zu CSC. Kooperationspartner für diese Neuerung war der Spezialist für cloudbasierte, unternehmensübergreifende Lösungen AXIT.
  • Tragbare Assistenzgeräte, etwa den Barcodescanner, den die Mitarbeiter wie einen Ring am Finger tragen und damit die Hände frei haben. Per Bluetooth lassen sich die gescannten Informationen auf Computer oder Smartphones übertragen.
  • Flexible Hallenmarkierung per Projektortechnik an der Decke des Terminals: Spurmarkierungen, Pfeile und gesonderte Bereiche könnten auf den Hallenboden projiziert werden. Die Vorteile: Eine bedarfsgerechte Flächenaufteilung, keine regelmäßige Erneuerung physischer Markierungen. Ladezonen, die nicht immer als solche genutzt werden, stehen tageweise als Lagerraum zur Verfügung; und Besucher oder Mitarbeiter werden sicher auf eigens ausgewiesenen Wegen durch den Terminal geführt.

Vielversprechende Neuerungen stehen vor dem Durchbruch
Zu den Optimierungen, die DHL Freight gerade evaluiert, zählen:

  • Intelligente Gabelstapler: Sendungsverfolgung in Echtzeit, integrierte Wiegefunktion und induktives Laden der Lithium-Ionen-Batterien – das sind die zentralen Fähigkeiten, mit denen die leisen Helfer in Hannover aufwarten.
  • Reinigungsroboter: Sauberkeit ist in jedem DHL-Terminal ein wichtiger Faktor. Saugroboter unterstützen je nach Programmierung unterschiedliche Reinheitsstufen und senken im Vergleich zu konventionellen Geräten den Geräuschpegel.
  • Zeiteffiziente Volumenmessung: Per Infrarot-, Kamera oder Lasertechnologie erfassen Messgates die Volumina einer Palettenladung, während der beladene Gabelstapler sie ohne Stopp passiert. Zeitsparender geht es nicht.

Zukunftsfähigkeit bedeutet auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz Im Einklang mit der konzernweiten Umweltschutzstrategie GoGreen entspricht der neue Standort modernsten Standards des nachhaltigen Bauens. Eine Fotovoltaikanlage, Wärmetauschpumpen sowie LED-Beleuchtung sparen Energie und reduzieren die Kohlendioxidemissionen des Betriebs. Damit trägt DHL Freight zum konzernweiten Ziel bei, bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen auf null zu senken. „Leuchtturmprojekte sind in Langenhagen gern gesehen, und eine derartige innovative gewerbliche Nutzung ist an diesem Standort auch aus städtebaulicher Sicht besonders geeignet“, sagte Mirko Heuer, Bürgermeister der Stadt Langenhagen, bereits zum Spatenstich des Terminals im Sommer 2018.

Höchste Servicequalität sowie nachhaltige, effiziente und kundenorientierte Logistiklösungen – das macht einen Marktführer aus. Mit diesem neuen Terminal haben wir unsere Topposition erneut unter Beweis gestellt.

Thomas Vogel, Chief Operations Officer DHL Freight

Fakten, die für mehr Effizienz sprechen
In der über 8.300 Quadratmeter großen Umschlaghalle mit über 80 Ladeschleusen sind rund 260 Mitarbeiter mit der Fracht für das europaweite Stückgutnetzwerk EuroConnect sowie den Premium-Stückgutservice Eurapid beschäftigt. Zudem spielt der Standort eine wichtige Rolle für den Komplettladungsservice Euronet von DHL Freight. Ein Team von Euronet-Experten unterstützt Kunden im In- und Ausland mit maßgeschneiderten Logistiklösungen – von Transportmanagement vor Ort bis hin zur kompletten Gestaltung und Optimierung der ein- und ausgehenden Warenströme. In der neuen DHL Freight Niederlassung gehen die Standorte aus der Stelingerstraße und der Büttnerstraße in Hannover auf. Die Kapazitäten des bestehenden Netzwerks steigen deutlich.

Autor: Redaktion

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