Mit Vollgas um die Welt

Die MotoGP™ – das sind 18 Grand Prix Rennen in 14 Ländern auf vier Kontinenten. Dafür, dass auch alles Equipment rechtzeitig am Start ist, sorgt seit 2015 DHL als Logistikpartner.

Vier Frachtflugzeuge, 150 Frachtcontainer (Unit Load Devices, ULD), bis zu 15 Lkw, fast 90.000 Kilometer Flugstrecke – große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die MotoGP™ ist eines der größten Events in der Motorsportwelt – und ihre älteste Weltmeisterschaft.

Um den reibungslosen Ablauf des globalen Großprojektes kümmert sich ein Kernteam von rund 30 DHL-Spezialisten. Sie sorgen dafür, dass Rennmaschinen, Reifen, Ersatzteile und Boxen-Equipment zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Zehn Verbindungen zwischen Standorten in Europa und Übersee müssen bedient werden. Lokale Teams vor Ort und ausgewählte Partner unterstützen an den Grand-Prix-Wochenenden die Kernmannschaft. Organisation, Koordination und Überwachung aller Logistikprozesse sowie wichtige Zusatzservices, etwa die Klärung der Zoll-Formalitäten und das Handling von empfindlichen Gütern wie Treibstoffen oder teuren Kleinteilen, gehören ebenso zu den Aufgaben.

In diesem Jahr übernimmt DHL auch erstmals die Fahrerlager-Services für alle Rennen. Diese „Paddock-Services“ umfassen Transporte für MotoGP™-Ausrüster wie etwa Hersteller von Reifen, Schutzbekleidung oder Bremsen.

Über die Termine der reinen Rennsaison hinaus unterstützt DHL auch die Winter-Tests logistisch. Die Trainings starten üblicherweise im Februar im malaysischen Sepang sowie in katarischen Losail. DHL ist für den Transport der Ausrüstung verantwortlich. Diese füllt einen ganzen Charterflug mit einer Boeing 747 oder 777.

„Die Logistik für MotoGP™ ist wie Tetris spielen unter massivem Zeitdruck“, so Vincenzo Scrudato von DHL Trade Fairs & Events. Die Stoppuhr startet zehn Tage vor dem Rennen mit dem Verstauen der Fracht in Transportboxen oder Containern mit Temperatursteuerung – je nach Anforderung und Jahreszeit. Nach der Ankunft am Zielflughafen überwacht DHL dann die lokalen Spediteure und stellt sicher, dass alles seinen Weg in die richtigen Boxen, Garagen und Service-Positionen findet. Ist das Rennen vorüber, räumt die Crew die Renngaragen wieder aus und packt von Sonntag auf Montag in 36 Stunden alles wieder zusammen. Die Frachtflieger starten in jeweils um sechs Stunden versetzten Zeitfenstern. Das DHL-Team reist dabei immer zusammen mit der Fracht zum nächsten Rundkurs, denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen und jede Stunde zählt.

Quelle: Youtube
Quelle: Youtube
Autor: Kai Ortmann

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