Gegen alle Widerstände

DHL Global Forwarding, Freight Greece trotz widriger Umstände in der Erfolgsspur

Die Voraussetzungen für Unternehmen auf dem griechischen Markt sind alles andere als gut: Das Bruttoinlandsprodukt ist in den vergangenen acht Jahren um 25 Prozent gefallen, jeder vierte Grieche im erwerbsfähigen Alter ist arbeitslos, dazu die Flüchtlingsproblematik. Die Auswirkungen auf die Logistikbranche sind gravierend, im Vergleich zu 2008 hat sich der Transportmarkt halbiert. Aber auch unter diesen Voraussetzungen können Unternehmen durchaus wachsen – DHL Freight Griechenland hat seinen Erlös 2014 um fast 60 Prozent gegenüber dem Beginn der Krise gesteigert und konnte das EBIT im Vergleich zu 2008 sogar verachtfachen.

Ein solches antizyklisches Wachstum war natürlich nur mit neuen Ideen möglich. „Anstatt einfach um jeden Preis Kosten zu senken, sind wir in die Offensive gegangen und haben uns nach profitablen Marktlücken umgesehen. Außerdem haben wir ganz klar auf die Marke DHL als weltgrößter Logistikdienstleister gesetzt, um uns als verlässlicher und finanzstarker Geschäftspartner zu präsentieren“, erklärt Stefanos Agiopoulos, Country Marketing & Sales Manager DHL Global Forwarding, Freight Greece. Die Zusammenarbeit mit Express und Global Forwarding wurde in der Krise deutlich intensiviert, um geschäftsfeldübergreifenden Umsatz zu generieren.

Tür nach Ostasien

Die Kooperation gipfelte schließlich in einer Umorganisation zum Oktober 2015. DHL Global Forwarding, Freight Greece (DGFF Greece) vereinigt seitdem das komplette Portfolio aus Straßen-, Luft- und Seetransport unter einem Dach. Das hat nicht zuletzt für international agierende Kunden Vorteile, zumal eines der wichtigsten Transitzentren der neuen „Maritimen Seidenstraße“ der DHL in Piräus liegt, einer geographisch idealen Position für die multimodale Verbindung von Ostasien. Die Kombination aus Straßen- und Ozeantransport bringt beispielsweise auf der Strecke von und nach Rotterdam einen Zeitgewinn von bis zu neun Tagen gegenüber der reinen Schiffsroute, denn die Fracht braucht aus Griechenland nur zwei bis fünf Tage, um die europäischen Schlüsselmärkte zu erreichen.

Außerdem investierte DHL antizyklisch in neue Infrastruktur. Die beiden neuen Terminals in Kreta und Patras stärken die Stellung in den Provinzen.

Durchbruch in den Sektoren Life Science und Healthcare

„Zudem haben wir uns entschieden, das Produktportfolio um Dienstleistungen aus dem Bereich DHL Freight ColdChain zu erweitern. Das hat sich vollständig ausgezahlt, denn inzwischen kommen mehr als 20 Prozent unserer Umsätze aus den Bereichen Healthcare und Life Science, die auf temperaturregulierte Transporte angewiesen sind“, so Stefanos Agiopoulos. Hierfür gibt es bei DGFF Greece inzwischen sogar ein eigenes Team. In diesem Zusammenhang spielt auch die Ladungssicherheit eine große Rolle. Sämtliche Fahrzeuge sind mit den neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet, verfügen über GPS, Türöffnungssensoren und Alarmknöpfe. Sicherheitsschlösser, Zwei-Fahrer-Besatzungen und Temperaturkontrollen in Echtzeit sind ebenso selbstverständlich wie eine 24/7-Überwachung der Ladungen. Langfristig ist ein Anschluss an das DHL Thermonet-Netz, also temperaturüberwachte Luft- und Seefracht geplant.

Idealer Partner für Lebensmitteltransporte

Das ist insofern von Bedeutung, weil Griechenland einer der weltgrößten Produzenten landwirtschaftlicher Güter und frischer Lebensmittel ist. Für deren Transport ist DGFF Greece mit seinen vielfältigen Routen nach ganz Europa und darüber hinaus ein idealer Partner, ganz gleich, ob der Versand gefroren, gekühlt oder bei Umgebungstemperatur erfolgen muss.

Autor: Kai Ortmann

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